SYMPOSIUM

Otto Lilienthal mit dem Vorflügelapparat auf dem Fliegeberg in Lichterfelde (Berlin), 1895, Fotografie von P. W. Preobrashenski, Platinotypie auf Karton, Otto-Lilienthal-Museum, Anklam

Die Welt von oben

Der Traum vom Fliegen im 19. Jahrhundert

 

am 4. Mai 2019, um 9:15 Uhr

 

 

Hier (PDF, 554 kB) (PDF, 554 KB) können Sie sich das Programm herunterladen.

Eine der wichtigsten Erfindungen, die unser Leben bis heute prägt, ist das Flugzeug. Wie auch die Wortschöpfung „Flugzeug" stammt sie aus dem 19. Jahrhundert – von Otto Lilienthal (1848–1896), dem deutschen Erfinder, Spielzeugentwickler, Theatermäzen und Flugpionier.

Seit der Antike träumten die Menschen vom Fliegen. Zugleich blieb das Fliegen auf den Traum beschränkt, auf das Fantasieren im Schlaf. Mit Beginn des 19. Jahrhunderts aber konnte man mit dem Ballon die Welt tatsächlich von oben betrachten. Der Durchbruch vom inneren Phantasma zur technischen Realität des freien Flugs durch die Lüfte gelang endgültig Anfang der 1890er Jahre. Die der Vogelschwinge nachgeformte Tragfläche war für Otto Lilienthal der Ausgangspunkt, der zu den ersten erfolgreichen Gleitflügen und zur Entdeckung der bis heute angewandten Prinzipien des Auftriebs führte.

Was den Gedankenflug der Künstler seit Francisco de Goya über Honoré Daumier, Arnold Böcklin, Hans Thoma und Max Klinger das gesamte 19. Jahrhundert hindurch beflügelt hatte, wurde nun zur revolutionären Techniktatsache: Zeit und Raum stehen nicht mehr fest, mit dem Flugzeug relativiert sich alles.

Auf der Tagung untersuchen Experten aus Physik und Kunstgeschichte, Medientheorie und Kulturgeschichte, wie eng das Fliegen Kunst und Technik im 19. Jahrhundert miteinander verknüpfte.

Die Tagung bereitet die Ausstellung Die Welt von oben. Der Traum vom Fliegen im 19. Jahrhundert im Museum LA8 vor. Die Ausstellung wird am 27. September 2019 eröffnet.

Um Anmeldung wird gebeten unter der Telefonnummer 07221/500796-32

oder per Email unter akuhnanti spam bot@museum.la8anti spam bot.de

Der Eintritt beträgt 6 € (ermäßigt 3 €).

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

 

 

 

Tagung: Theater? Theater! Der Bürger auf der Bühne des 19. Jahrhunderts

Am Samstag, den 27. Oktober. 2018 fand eine vorbereitende Tagung zur aktuellen Ausstellung statt:

 

HIER (PDF, 799 kB) können Sie sich das Programm als pdf herunterladen.

 

Im Verlauf des 19. Jahrhunderts wurden die Hoftheater nach und nach durch Stadttheater ersetzt. Die Bühnenstücke handelten nun auch von der Gegenwart, vom Alltag und von einfachen Bürgern. Dem Aufstieg des bürgerlichen Theaters
steht die zunehmende Theatralisierung des bürgerlichen Alltags gegenüber. Aus dem festen Gefüge der alten Ständeordnung entlassen, war der Bürger nun darauf verwiesen, zum Darsteller seiner selbst zu werden. Die großen Leistungen des Bürgers in Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft mussten nicht nur erbracht werden, sie mussten in der Konkurrenz zu vielen anderen, ebenfalls fleißigen Individuen auch gebührend in Szene gesetzt werden. Der leistungsstarke Performer in der Firma, die sportliche Selbstoptimiererin auf Youtube – viele Rollenmuster heutiger Selbstdarstellung nehmen ihren Anfang im historischen Übergang vom Hof- zum Stadttheater, der zugleich das möglichst eindrucksvolle Auftreten zum festen Bestandteil des bürgerlichen Lebens machte.


Die Tagung bereitet die Ausstellung THEATER? THEATER! Der Bürger auf der Bühne des 19. Jahrhunderts im Museum LA8 vor. Die Ausstellung wird am 29. März 2019 eröffnet und ist eine Kooperation des Museums LA8 und des Theaters Baden-Baden.


Um Anmeldung wird gebeten unter der Telefonnummer 07221/500796-32
oder per Email unter akuhn@museum.la8.de
Der Eintritt beträgt 6 € (ermäßigt 3 €).


Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

 

Wilhelm Simmler (1840–1923), Entwurf des Malkasten-Vorhangs,

um 1870, Alexander Stradmann, Krefeld