Baugeschichte


Im Jahr 1820 errichtete ein Baden-Badener Bauunternehmer die Villa in der Lichtentaler Allee 8. An das Gebäude schloss ein großer Garten an, dessen Gelände sich bis zum Standort des heutigen Stadtmuseums hinzog.

Ein erster Umbau erfolgte 1822 nach Skizzen Friedrich Weinbrenners, der für den Auftakt der Lichtentaler Allee ein Baukonzept entwickelt hatte. Nach Abschluss der Arbeiten bezog Friederike von Schweden das Haus, das lange Zeit in dieser Form genutzt wurde.

In den Jahren 1890 bis 1896 folgten größere Umbauten, um zusätzliche Räume zu schaffen. Dies erforderte auch statische Veränderungen in der Grundkonstruktion und eine Abweichung vom ursprünglich zu Grunde gelegten Baukonzept. Das bestehende Gebäude wurde auf der Westseite um eine Achse verkürzt und mit einem zweigeschossigen Anbau ergänzt. Wilhelm Vittali richtete in diesem Anbau zwei großzügige Gesellschaftsräume ein.

Die Architekten Scherzinger und Härke ergänzten 1909 den Bau zur Gartenseite hin um einen verglasten Wintergarten, dem die Balkonanlage wich. Abgesehen von kleineren, unwesentlichen Veränderungen durch den Badfonds blieb das Gebäude in diesem Erscheinungsbild erhalten. Mit den 2007 begonnenen und 2009 abgeschlossenen Sanierungsmaßnahmen wurde der Charakter des Baus aus dem 19. Jahrhundert erhalten. Der anstelle des 1966 abgerissenen Marstallgebäudes im rückwärtigen Teil des Anwesens errichtete Neubau des Museums fügt sich in das Gebäudeensemble und setzt dabei ganz eigene Akzente.